Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen — und das hat reale Auswirkungen auf Recht, Steuern und Bewilligungen. Eine Übersicht, was kantonal geregelt ist und was nicht.
Der Schweizer Föderalismus verteilt staatliche Macht auf drei Ebenen: Bund, Kantone, Gemeinden. Die Bundesverfassung (Art. 3 BV) garantiert den Kantonen Souveränität, soweit der Bund nicht zuständig ist. In der Praxis bedeutet das: vieles, was im Alltag relevant ist, wird kantonal entschieden.
Aussenpolitik, Armee, Währung, Postwesen, Sozialversicherungen (AHV, IV, ALV), Bundessteuer, Zoll, weitgehend Zivilrecht (ZGB, OR), Strafrecht (StGB). Der Bundesgesetzgeber definiert den nationalen Rahmen.
Polizei, Bildung (Schulen, Universitäten), kantonale Steuern, Migrationsvollzug (das Bundesgesetz wird vom Kanton vollzogen), Bauwesen, Spitäler, Justizorganisation (Gerichte sind kantonale Behörden, aber wenden Bundesrecht an). Kantonale Gesetze ergänzen das Bundesrecht in vielen Bereichen — z.B. Ausführungsverordnungen zum Mietrecht oder zum Strassenverkehr.